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Beiträge der Kids Bus News 02/17

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Beiträge der Kids Bus News 01/17

Interview mit Tessa Tegetthoff

Tessa, du leitest seit mehreren Jahren das von deinem Vater vor 30 Jahren ins Leben gerufene Internationale Storytelling Festival.

 

  • Was bedeutet Storytelling?

 

Tessa Tegetthoff: „Storytelling“ ist ein englischer Begriff und bedeutet ganz einfach „Geschichten erzählen“.  Wir heben etwas auf die Bühne, dass jeder von uns tagtäglich macht – erzählen und zuhören. Eine ganz simple und wahrscheinlich deswegen so besondere Kunstform. Kein Bühnenbild, keine Lichtshow, kein Drehbuch – nur ein Mensch, der auf der Bühne steht und mit seiner Erzählung das Publikum fesselt. Aber es gibt nicht nur die klassischen Erzähler, wir präsentieren auch ganz ungewöhnliche Formen des Erzählens wie Körperartistik, Pantomime, Geräuschekünstler, Musik,... das nennt man die „Erzählenden Künste“.

 

  • Was ist das besondere an der Erzählkunst?

 

Tessa: Die Möglichkeit mit Hilfe von Geschichten in eine eigene Welt zu reisen – eine Welt der Fantasie, eine Welt zum Ruhig werden, zum Zuhören und Spaß haben.

 

  • Du bist ja sozusagen mit einem hauptberuflichen Geschichtenerzähler als Vater aufgewachsen, ich stelle mir das einfach wunderbar vor. Wie war das so in deiner Kindheit?

 

Tessa: Ich hatte wirklich eine sehr schöne Kindheit, vor allem weil wir vier Kinder mit zwei Elternteilen aufgewachsen sind, die immer da waren. Mein Vater konnte seinen Beruf von zu Hause ausüben und wenn er auf Tournee war, hat er uns einfach alle mitgenommen. Bei längeren Auslandsaufenthalten sowieso. Geschichten haben wir ständig erzählt bekommen – natürlich auch aus Büchern – aber Großteils eigene, von meinem Vater erfundene. Wir hatten eine Geschichtenserie über einen kleinen Spatzen mit dem Namen Roberto. Sehr schön finde ich, dass aus diesen Geschichten unserer Kindheit auch ein Buch entstanden ist, „Roberto Spazzo – einfach fabelhaft!“.

 

 

  • Du wirst auch manchmal als „Festivalbaby“ bezeichnet, weil du sozusagen mit dem Festival aufgewachsen bist. .

 

Tessa: So ist es, das Festival gibt es – fast – so lange wie es mich gibt Viele der Künstler – die immer wieder zum Festival kommen, kennen mich bereits als Baby. Nachdem ich damit aufgewachsen bin, war es für mich natürlich sehr schön, dass ich in diesen Familienbetrieb einsteigen konnte und in dem Umfeld arbeite, in dem ich groß geworden bin, wo alles so „vertraut“ ist. Dieses Jahr ist das erste Festival bei dem ich nicht dabei sein werde...wenn das ehemalige „Festivalbaby“ selbst ein „Festivalbaby“ bekommt.

 

  • Das Internationale Storytelling Festival findet mittlerweile an fünf Orten in Österreich mit über 90 Veranstaltungen statt. Was macht denn das „Große Fest im Kleinen Dorf“ in diesem Festivalreigen so einzigartig?

 

Tessa: „Das Große Fest im Kleinen Dorf“ ist eine ganz besondere Veranstaltung, die wir in dieser Form nur in Bad Schönau präsentieren. Dieser Mix aus einzigartiger Location, dem wunderbaren märchenhaften Kurpark, sowie Kulinarik aus der Region – viele Bauern der Gegend oder der auch in Wien bekannte Eis Greissler werden ihre Köstlichkeiten anbieten - und einem tollen Programm für Menschen jeden Alters auf insgesamt sechs im Park verstreuten Bühnen, machen diesen Nachmittag zu einem wahren Highlight! Das ist wie Magie – Entspannung, Spaß und Staunen für die ganze Familie.

 

  • Es treten bei dem Festival Künstler aus aller Welt und den unterschiedlichsten Kulturen auf. Was sind aus deiner Sicht die Höhepunkte?

 

Tessa: In Bad Schönau präsentieren wir während des gesamten Festivals 44 KünstlerInnen aus 14 Ländern. Beim „Das Große Fest im kleinen Dorf“ haben wir auch wieder Künstler mit dabei, die erstmals beim Internationalen Storytelling Festival bzw. überhaupt das erste Mal in Österreich auftreten! Ganz besonders freue ich mich auf Cho Kairin aus China mit seiner Artistik & Magic Face, den Belgier Stéphane Deheselle mit modernem Tanz und HipHop, das Akrobatenduo aus Dänemark Tuk&Sofie oder Boris Bronski aus Deutschland mit seinem Maskentheater. Mit dabei ist aber auch der berühmte Schauspieler Erich Schleyer (dieses Mal als Erzähler!) oder der Tubaspieler Jon Sass aus den USA. Für Literaturliebhaber wird es neben den internationalen Künstlern auf unseren „Erzählenden Büchern“ auch Lesungen geben. Da ist garantiert für jeden etwas dabei!

Und neugierig geworden?

Komm doch auch mit zum „Großen Fest im Kleinen Dorf“!

Lupus, der Wanderwolf in der Natur

Seit mehr als fünf Jahrzehnten bin ich intensiv in der Natur unterwegs. Waren es zunächst die Berge, die mich zu allen Jahreszeiten wie ein Magnet anzogen, so gewannen später auch sanftere Landschaften mein Herz - Waldviertel, Weinviertel, Trockenrasen und Feuchtgebiete. Die Erkenntnis, dass jeder Lebensraum seine eigene Pflanzen- und Tierwelt, seine spezielle Entwicklungsgeschichte und seine besonderen Gefährdungen hat, ließ nicht nur mein biologisches Interesse, sondern auch meine Bücherregale anwachsen.

Seit vielen Jahren sensibilisiere ich die von mir geführten Wandergruppen neben dem Schwerpunkt Geschichte und Kultur auch für Naturthemen, mache auf Besonderheiten aufmerksam und schaffe Bewusstsein für die schützenswerte Artenvielfalt. Virtuell ist heute alles möglich geworden - in Sekundenschnelle kann jedes beliebige Tier, jede Blume und jedes astronomische Ereignis auf dem Smartphone gegoogelt werden. Mit dem Erfolg, dass es meist auch in Sekundenschnelle wieder vergessen ist.

 

Wer niemals am Eichkogel die Wiesenränder nach Adonisröschen und Osterglocken absucht, an den Salzlacken des Seewinkels Brandgänse, Säbelschnäbler und Kampfläufer beobachtet oder nächtens mit dem Feldstecher auf die Suche nach fernen Galaxien geht, verliert den so wichtigen Kontakt mit der Natur. Aus dem PC oder Smartphone weht kein Wind, es riecht nicht und es gibt keinerlei überraschende Erlebnisse. Die Folgen sind nicht zu unterschätzen – was man nicht aus eigener Erfahrung kennt, wird man auch nicht schützen.

Seit Jahren haben Elite Tours und ich uns zum Ziel gesetzt, Natur in der Gruppe erlebbar zu machen - nun mit dem Kids Bus auch für Kinder! Wir wählen dafür ganz spezielle Ziele aus, stellen einen Bus mit Chauffeur und mit mir einen engagierten und im Umgang mit Kindern und Naturfragen bestens erprobten Begleiter zur Verfügung. Was wir dafür sonst noch brauchen, sind verständnisvolle Eltern oder Großeltern, die Interesse daran haben, dass ihr Nachwuchs Natur zum Angreifen kennenlernt. Dass solche Aktivitäten auch etwas kosten, liegt in der Natur der Sache, der „Gewinn“ für Sie, die Kinder und die Natur wird ungleich höher sein.

Reinhard Wolf